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Dr. Tobias Romeyke: Interesse an Forschung gesteigert

Nach Abschluss des wirtschaftswissenschaftlichen Studiums an der Universität Augsburg habe ich meine Spezialisierung in Betriebswirtschaftslehre im Bereich Gesundheitswesen fortgesetzt. Als Auswahlkriterium kam für mich nur eine Einrichtung in Frage, die ihre Kernkompetenzen im Gesundheitswesen bündelt und eine hohe Spezialisierungstiefe bietet. Diese Kriterien erfüllt die UMIT nicht nur formal, sondern auch in der Umsetzung. Die Dozentinnen und Dozenten haben ein breites Fachwissen und konnten meine Kenntnisse in Wissenschaft und mein Interesse an der Forschung weiter nachhaltig steigern.

Sehr vorteilhaft war eine individuelle Betreuung und Begleitung zur Umsetzung des Vorhabens. Die qualitativen Anforderungen zur Durchführung einer Promotion entsprechen den internationalen Standards. Die Partizipation an Forschungsprojekten kann später einen wertvollen Beitrag für eine praxsisorientierte Umsetzung im eigenen Unternehmen schaffen. Für meine Klinik wurden beispielsweise durch meine Promotion hilfreiche Erkenntnisgewinne im Bereich der Prozessoptimierung unter Aspekten der Ergebnisqualität generiert.

Mein Tipp: Doktorandinnen und Doktoranden sollten großes Interesse am wissenschaftlichen Arbeiten mitbringen und erste Erfahrungen in qualitativer und quantitativer Methodenlehre gesammelt haben. Zur Umsetzung des Forschungsprojektes ist eine intensive Zusammenarbeit mit der Betreuerin bzw. dem Betreuer unentbehrlich - und natürlich ein hohes Mass an Durchhaltevermögen und Selbstdisziplin. 

Mag. Dr. Renate Ranegger, B.Sc.: Vom Start bis zum Ziel 

Von Anfang an war ich voll motiviert und sehr stolz darauf, dass mir an der UMIT die Möglichkeit geboten wurde, im Rahmen einer Dissertation ein neues Thema zu beforschen. Ich konnte es kaum erwarten. Ich habe über die Entwicklung eines Nursing Minimum Data Sets (NMDS) für Österreich promoviert. Dazu habe ich mich mit der aktuellen wissenschaftlichen Literatur auseinandergesetzt und nationale Expert/inn/en befragt. Unzählige Texte wurden gesammelt, die Befragungen analysiert und das NMDS für Österreich entwickelt.

Die Entwicklung eines NMDS schaffe ich mit links, das dachte ich zumindest. Stattdessen war ich nur mit der Transkription der Interviews über Wochen beschäftigt. Dann kamen die Selbstzweifel: Sind meine Ergebnisse zu banal? Bin ich zu langsam, sind andere fleißiger, intelligenter? Auch das Verfassen der Publikationen war eine große Herausforderung, allerdings hatte ich ein klares Ziel vor Augen! Ich tippte Seite um Seite und manchmal war "die Luft raus". Doch nach positiver Rückmeldung zu den Publikationen wurde ich mit Stolz erfüllt - endlich!

Im Endspurt ging es noch einmal richtig zur Sache - die Rahmenschrift war zu schreiben! Freunde, Familie, Beziehung – alles außer meiner Dissertation habe ich vernachlässigt. Oft träumte ich davon, was ich tun würde, wenn ich meine Dissertation abgeschlossen haben würde. Wieder einmal Freizeit genießen!

Mein Tipp:  Für eine erfolgreiche Promotion braucht man: 1. Ein Thema, das einen selber brennend interessiert und das auch zur beruflichen Tätigkeit passt; 2. Einen Partner, der dieses zeitintensive Projekt unterstützt; und 3. Engagement und Ehrgeiz, um wirklich kontinuierlich am Dissertationsprojekt zu arbeiten.
Auch wenn das Verfassen einer Dissertation neben der beruflichen Tätigkeit nicht unbedingt der einfachste Weg war, würde ich diesen Weg wieder wählen, weil mich der Dissertationsprozess positiv geprägt hat. Ich konnte mich weiterentwickeln - nicht nur beruflich, sondern auch persönlich. Nun stehen mir viele Türen offen.

Mag. Dr. Cornelia Blank: Durchhalten und Dranbleiben

Dass ich noch vor Ende des Abschlusses meines Studiums in Gesundheitswissenschaften an der UMIT überlegt habe, hier auch meine Promotion in Angriff zu nehmen, hatte zwei Gründe. Zum einen war es das professionelle und persönliche Lernumfeld, welches mir die UMIT schon während des Magisterstudiums geboten hat. Darüber hinaus, war es das Themengebiet der Dopingprävention, welches mich schon im Rahmen meiner Magisterarbeit beschäftigt hat, das mich durch zu viele offen gebliebene Fragen dazu motiviert hat diesen Bereich weiter zu bearbeiten.

Der Schritt, die Promotion dann auch wirklich zu beginnen, wurde mir insofern erleichtert, als dass ich mit Prof. Schobersberger, der auch schon meine Magisterarbeit betreut hatte, einen fachlich kompetenten Betreuer an meiner Seite hatte, der das Vorhaben von Beginn an unterstützt hat.

Man hört oft, wie wichtig die Themenwahl für den Erfolg einer Promotion ist. Im ersten Moment denkt man aber vielleicht, jetzt fange ich mal an in diesem Bereich, das genaue Thema wird sich schon finden.Im Nachhinein unterstreiche ich diese Aussage jedoch in allen Punkten: Neben wissenschaftlicher Neugier, einer guten Betreuung und guten Rahmenbedingungen ist ein großer Erfolgsfaktor Durchhaltevermögen durch Leidenschaft für das Thema.

Gerade Durchhaltevermögen auch in Momenten, in denen es nicht rund läuft – die ProbandInnen wollen jetzt doch nicht mitmachen, sind krank oder verhindert; der Wirtschaftspartner hat es sich anders überlegt; der Fragebogen passt immer noch nicht; die Statistik-Auswertungen sind trotz höchster Sorgfalt fehlerhaft; wie war eigentlich nochmal meine Forschungsfrage und eigentlich weiß ich sowie so nicht mehr, wieso ich das alles hier auf mich nehme. Da lässt sich das Durchhaltevermögen nur aufrecht erhalten, wenn man das zu erforschende Thema mit einer echten Leidenschaft bearbeitet.

Neben der Leidenschaft für das Thema ist auch die Unterstützung seitens des Betreuers, Kolleginnen, Freunden und Familie wichtig, die einem daran erinnern können, wieso man die Promotion eigentlich begonnen hat und auf was der Fokus gelegt werden sollte. Ein weiterer Punkt ist der zeitliche Aufwand. Mit der richtigen Zeitplanung und realistischen Erwartungen an sich selbst und das Umfeld ist die Planung, Durchführung und Fertigstellung der Promotion eine Herausforderung, die jedoch machbar ist.

Mein Tipp: Kontinuierlich bei der Sache zu bleiben! Der Aufwand, sich nach einer längeren Pause wieder soweit in das Thema einzufinden, dass man dort weitermachen kann wo man aufgehört hat, steht in keiner Relation zu dem Aufwand, sich einfach stetig mit dem Thema zu beschäftigen.

Der positive Abschluss meiner Dissertation war für mich in vielerlei Hinsicht ein Erfolg. Ich habe gelernt, wo meine Grenzen sind, wie wichtig die Unterstützung des eigenen Umfelds für den persönlichen Erfolg ist und vor allem, dass vieles möglich ist, wenn man eine Sache mit Leidenschaft und dem nötigen Durchhaltevermögen verfolgt – auch angesichts immer wieder auftretender Rückschläge.

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