UMIT prüft Machbarkeit von Veterinärmedizin-Studium

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05.02.2019

Die Tiroler Landesregierung hat die UMIT mit der Erstellung einer Machbarkeitsstudie zur Etablierung eines universitären Studienganges für Veterinärmedizin beauftragt.

Für die Erstellung dieser Studie wird jetzt an der UMIT eine Stabstelle eingerichtet, die die Machbarkeit eines Universitätsstudiums für „Veterinärmedizin und Tiergesundheit“ prüfen soll. Dazu wird von der UMIT eine Steuerungsgruppe eingerichtet, in der neben Vertreter/inne/n der Tiroler Landesregierung und Expert/inn/en des Amtes der Tiroler Landesregierung auch ein/e Vertreter/in der UMIT sowie ein/e Vertreter/in der landwirtschaftlichen Interessensvertretung beigezogen werden.

Trotz der hohen Zahl der Studienbewerber/innen sowie der Absolvent/innen der Veterinärmedizinischen Universität Wien gibt es in Westösterreich und Südtirol seit Jahren einen eklatanten Mangel an Tierärzt/innen. „Daher ist zusätzlich zu dem nur in Wien angebotenen Studium der Veterinärmedizin ein neuer Studiengang für Veterinärmedizin in Tirol anzudenken. So können im ländlichen Raum vernetzte und zugleich international wettbewerbsfähige Studierende praxisnah für die tierärztliche Versorgung in Tirol, Vorarlberg und Südtirol ausgebildet werden“, erläutert Landeshauptmann Günther Platter. Die Kooperation des Bundeslandes Tirol mit Südtirol, Vorarlberg und auch Salzburg wird mittelfristig angestrebt. Schon bisher wird ein Großteil der Südtiroler TierärztInnen in Österreich ausgebildet.

Den Grundsatzbeschluss zur Etablierung eines universitären Studiengangs der Veterinärmedizin in Tirol fasste die Landesregierung Anfang Februar. Im Zuge einer Machbarkeitsstudie sollen nun ein entsprechendes Konzept erstellt, Ausbildungsstandards festgelegt, Kooperationen ausgelotet und belastbare Kostengerüste erstellt werden. Ziel ist die bedarfsgerechte Errichtung von 20 bis 25 Studienplätzen pro Jahr an der Landesuniversität UMIT auf Grundlage des Universitäts-Akkreditierungsgesetzes. Standort des Studienganges Veterinärmedizin soll vorbehaltlich der Einigung mit dem Bund die Höhere Bundeslehr- und Forschungsanstalt für Landwirtschaft und Ernährung sowie Lebensmittel- und Biotechnologie Tirol (HBLFA) in Kematen werden. Die HBLFA Tirol wird 2020 von Kematen nach Rotholz übersiedeln.

Das geplante Ausbildungskonzept soll sich an internationalen Standards orientieren. Die klinische Ausbildung der Studierenden soll unter engster Einbindung der lokalen und regionalen Tierärztepraxen und –klinken erfolgen. Für die theoretisch klinische Ausbildung sollen international anerkannte Expert/inn/en ihres Faches herangezogen werden. Das klinisch-praktische Jahr soll an international anerkannten Partneruniversitäten durchgeführt werden.

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